Der See war inspeziert und wir waren sehr aufgeregt was uns dort erwarten wird. Zuerst mußte die Ausrüstung dort hingeschafft werden. Dies zeigte sich sehr schweißtreibend , aber durch die gute Zusammenarbeit wurde auch dieses Hinderniss überwunden.
Das Wasser war sehr klar , aber schon nach kurzer Zeit wußten wir , daß bei der Rückkehr die Sichtverhältnisse nicht mehr so gut sind. Durch unsere Luftblasen lösten sich Sedimente von der Decke und kamen in großen Flocken nach unten. Da wir eine Führungsleine legten und es gewohnt sind auch bei sehr eingeschränkten Sichtverhältnissen zu Tauchen , gab dies uns kein Grund zur Sorge.
Während unseres Vorstosses suchten wir immer die Wände nach weiteren Gängen ab. Verschiedene Durchbrüche waren vorhanden aber keiner der ein weiteres Vordringen einlud. Nach ca. 200-300 m war der Gang zu Ende und es konnte aufgetaucht werden.
Wir tauchten auf und befanden uns in einer kleinen Halle. Diese Halle zeigte viel Schlamm und einen Gang von dem es weiter zu gehen scheint. Dadurch entschieden wir auszusteigen. Als erstes legten wir die Flaschen ab und fixierten unsere Führungsleine. Danach machten wir uns auf den Weg den Gang zu erkunden. Nach einer kurzen Wegstrecke erreichten wir eine weitere aber sehr viel größere Halle. In dieser gab es einen Hang an dessen oberen Ende ein Loch zu erkennen war. Da dieser Hang etwas steil war und sehr viel Lehm in ihm lag arbeiteten wir uns nur sehr mühsam nach oben. Wir gingen nur soweit um in den Gang hineinleuchten zu können . Dort sahen wir eine neue Halle die , mit Tropfsteinen dekoriert war. Für uns war klar auch wenn der Reiz sehr groß war , mußten wir umkehren um unsere Trockis nicht zu beschädigen.
Wir gingen zurück , legten unsere Flaschen an und traten den Rückweg an. Wie wir es vermutet hatten war die Sicht sehr eingeschränkt.
Als wir zurück kamen wurden wir schon erwartet und bevor wir aus dem Wasser stiegen mußten wir berichten , was wir gefunden haben. Unsere Gefährten teilten uns mit , daß wir so ca. 3 Stunden unterwegs waren. Unseren Bericht verfolgten sie wortlos. Mit diesem Fund ist die nächste Expedition schon vorgesehen.